Im November 1999 trat der Aquarienverein Amazonas – Löns München an den Arbeitskreis Wasserpflanzen Süddbayern heran, gemeinsam der Direktion des Botanischen Garten München den Vorschlag zu unterbreiten die vorhandene Aquarienanlage neu einzurichten und zu pflegen, die sich seit geraumer Zeit in einem äußerst schlechtem Zustand befand. Die einzige Bedingung von unserer Seite war, daß wir für die freiwillige und ehrenamtliche Tätigkeit Werbung für unsere Vereine machen durften. Dieser Vorschlag wurde freudig angenommen und so wurde die “Arbeitsgruppe Aquarien” im Botanischen Garten gegründet, der anfänglich 17 Aquarianer angehörten.
Die 15 Becken umfassende Anlage besteht aus 10 Aquarien mit einem Inhalt von 360 Litern, 4 Becken mit ca. 500 Litern und einem Einzelbecken mit dem Maßen 245cm x 70cm x 80cm und einem Inhalt von 1370 Litern. Die gesamte Anlage sollte, in Absprache mit dem Botanischen Garten, eine Reise durch die Welt der Wasserpflanzen darstellen. Von Australien (A1) über Amerika (A2 – A7), Asien (A8 – A11) und Afrika (A12 – A15) sind alle tropischen Kontinente vertreten.
Noch im Dezember wurden fünf der “kleineren” Aquarien in Angriff genommen und noch vor Weihnachten fertiggestellt. Diese Becken wurden völlig ausgeräumt und mit neuem Sand beschickt dem keinerlei Bodengrundzusätze beigemengt wurden. Insgesamt mußten ca. 3000 Kilo Sand gewaschen werden, wobei uns Auszubildende des Botanischen Gartens helfend unter die Arme griffen. Außerdem wurden neue Leuchtstoffröhren installiert um den zum größten Teil neu eingebrachten Wasserpflanzen beste Wachstumsbedingungen zu bieten.
Die jährliche Schmetterlingsausstellung die im Wasserpflanzenhaus stattfindet und bei der Netze gespannt werden die ein Entkommen der “Flattermänner” verhindern sollen, zwang uns weitere Neueinrichtungen bis Ende April 2000 aufzuschieben. In dieser Zeit wurden nur die bereits renovierten Aquarien von uns gepflegt.

Mitte August 2001 wurde als letztes das größte Becken neu eingerichtet und somit die Anlage fertiggestellt, was uns bis heute von allen Seiten viel Lob einbrachte.

Im Frühjahr 2000 konnten wir die Wasserpflanzengärtnerei “ZooLogiCa”, Altlandsberg, als Sponsor gewinnen, die uns mit kostenlosen Wasserpflanzen versorgte. Kurz darauf kam auch noch der “Puchheimer Zoo” hinzu, der uns Fische, Futter, sowie technische Artikel äußerst günstig zu Verfügung stellte, die zum Teil durch eine von uns eingerichtete Spendenkasse bezahlt wurden. Leider hat dieses Zoogeschäft vor einem halben Jahr seine Türen für immer geschlossen. Im Nachhinein noch einmal herzlichen Dank an beide Sponsoren.

Größte Probleme machte uns die marode C02 – Anlage die auch noch eine ganze Weile andauern sollten. Erst gegen Herbst 2001 konnten wir die vorhandenen uralten Kupferrohre zum Teil austauschen und streckenweise neu verlegen und verlöten. Finanziell ein großes Vorhaben das von unserer Gruppe alleine getragen wurde, sich aber durch die lange Haltbarkeit und den prächtigen Pflanzenwuchs rentieren sollte. Bei der Pflege der Aquarienanlage stellte sich schnell Routine ein. Zwei Gruppen von Aquarianern sorgen einmal pro Woche in zwei Schichten dafür, daß der gute Gesamteindruck weiter bestehen bleibt.

Einige Zeit nach der Gründung der “Arbeitsgruppe Aquarien” wurde der “Arbeitskreis baumbewohnende Pflanzen” von einigen Mitgliedern der Arbeitsgruppe ins Leben gerufen. Eine Untergruppe des Aquarienvereins “Amazona – Löns”, jedoch selbstständig agierend.

Um die Besucher über die Aquarien und unsere Vereine zu informieren, wurde im Herbst 2000 eine redaktionelle Gruppe gegründet und ein farbiges, 8 -seitiges Informationsblatt erstellt, welches seit 2001 vierteljährlich erscheint und inzwischen einen 16 –seitigen Umfang angenommen hat.

Darin befinden sich Informationen zu meist seltenen oder neuen Pflanzen und Tieren, sowie die Programme des Aquarienvereins Amazonas – Löns, des Arbeitskreises Wasserpflanzen Südbayern und des Arbeitskreises baumbewohnende Pflanzen.
In den letzten Jahren gab es nur noch wenige Veränderungen. Trotzdem gibt es nach wie vor genügend zu tun, da es unter anderem immer wieder einige “Sorgenkinder” in den Aquarien gibt. Außerdem lebt die Anlage auch davon, daß gelegentlich etwas Neues präsentiert wird.